Nebenkostenvorauszahlung

Im Mietvertrag kann die Zahlung der Nebenkosten als Vorauszahlung oder als Pauschale vereinbart sein. Entscheidend ist also die Regelung im Vertrag.

Die Nebenkosten werden monatlich in der Regel als Vorauszahlung gezahlt. Möglich ist, wie gesagt, aber auch, dass die Zahlung der Nebenkosten pauschaliert erfolgen. Dann wird eine monatliche Pauschale für die Nebenkosten angesetzt.
Der Unterschied zwischen Vorauszahlung und Pauschale besteht darin, dass bei der Vorauszahlung lediglich die tatsächlich angefallenen Kosten vom Mieter zu tragen sind. Es muss eine jährliche Nebenkostenabrechnung erfolgen, bei der geprüft wird, ob die Vorauszahlungen mit dem tatsächlichen Verbrauch übereinstimmen. Es hat dann eine Nachzahlung durch den Mieter oder eine Rückzahlung durch den Vermieter zu erfolgen.

Wir monatlich eine Pauschale gezahlt, so trägt der Vermieter das Risko eines Anstiegs der Nebenkosten, der Mieter das Risiko einer Verbilligung. Es erfolgt keine Nachzahlung bzw. Rückerstattung am Jahresende. Der Vermieter ist jedoch berechtigt, die monatliche Pauschale zu erhöhen, sofern dies im Mietvertrag festgehalten ist.

Möglich ist auch eine Mischung aus Pauschale und Vorauszahlung, getrennt nach den einzelnen Nebenkosten. Üblicherweise werden verbrauchsabhängige Nebenkosten, z.B. Wasser oder Heizung mit einer Vorauszahlung verknüpft, andere, z.B. die Nutzung der Gemeinschaftsantenne, mit einer Pauschale.