Heizkosten

Wie werden die Heizkosten abgerechnet?

Die Heizkostenverordnung bestimmt, dass dann, wenn eine Heizungsanlage zwei oder mehr Wohnungen versorgt, die Heizkosten verbrauchsabhängig zu mindestens 50 Prozent bis höchstens 70 Prozent der Gesamtkosten und verbrauchsunabhängig nach Wohnfläche zu mindestens 30 Prozent bis höchstens 50 Prozent umgelegt werden müssen. Nur in Ausnahmefällen kann etwas anderes im Mietvertrag vereinbart werden.

Bei den Heizkosten darf der Vermieter den Umlagemaßstab nach Mietvertragsabschluss nicht einseitig ändern, außer in den ersten drei Jahren, nachdem der Umlagemaßstab festgelegt worden ist oder nach Durchführung von nachhaltigen Energieeinsparungsmaßnahmen.

Was darf der Vermieter bei den Heizkosten umlegen?

Er darf zunächst die Kosten der verbrauchten Brennstoffe, also etwa Öl oder Gas, und die Kosten der Lieferung auf die Mieter umlegen. Weiter darf er auch die Kosten für Betriebsstrom, für die Bedienung, Überwachung und Pflege der Heizungsanlage umlegen. Umlagefähig sind auch die Kosten der regelmäßigen Prüfung der Betriebsbereitschaft und Betriebssicherheit der Anlage. Zudem dürfen die Kosten der Reinigung der Heizungsanlage, der Abgasanlage und des Betriebsraums, die Kosten der Emissionsmessung und Verbrauchserfassung auf die Mieter verteilt werden.