Abrechnungsfrist für die Nebenkosten

Die Nebenkostenabrechnung muss der Vermieter spätestens ein Jahr nach dem Abrechnungszeitraum dem Mieter übermittelt haben, schriftlich, nachvollziehbar und korrekt.

Genügt die Betriebskostenabrechnung nicht den gesetzlichen Vorgaben, so ist sie unwirksam. Bei der Jahresfrist handelt es sich um eine sog. Ausschlussfrist: der Vermieter kann nach Versteichenlassen der Frist keine Nachforderungen mehr stellen. Er darf eine einmal vorgelegte Abrechnung auch nicht mehr korrigieren.
Von dieser Ausschlussfrist muss man die Verjährungsfrist für die Betriebskosten-Abrechnung unterscheiden. Letzte beträgt drei Jahre. Sie beginnt am Ende des jahres, in dem die Abrechnung dem Mieter vorliegt.
Der Nebenkostenabrechnung müssen die Originalrechnungen nicht, auch nicht in Fotokopie, beiliegen. Als Mieter hat man jedoch das Recht, innerhalb von 30 Tagen die Originalrechnungen anzusehen. Auch die Vorlage von Originalbelegen kann man als Mieter verlangen.
Als Mieter kann man auch verlangen, dass der Vermieter Fotokopien der Betriebskostenunterlagen überläßt. Die Kosten für die Kopien sind dann vom Mieter zu tragen. Angemessen sind bis zu 0,30 Euro pro Kopie.