Nebenkosten

Die Nebenkosten, auch Betriebskosten genannt, stellen einen erheblichen Teil der Miete dar. Deshalb werden sie auch zweite Miete genannt. Einmal jährlich kommt dann die Nebenkostenabrechnung. Dabei sollte man sich vergegenwärtigen, dass ein Drittel aller Jahresabrechnungen Fehler enthalten.

Wichtig zu wissen ist, dass die Betriebskosten bzw. Nebenkosten im Mietvertrag genau aufgeführt werden müssen. Des weiteren muss der Schlüssel für die Aufteilung der Nebenkosten aufgeführt sein. Fehlt im Mietvertrag eine Vereinbarung zu den Nebenkosten bzw. Betriebskosten, so muss der Mieter nichts zusätzlich zum Mietzins zahlen. Bezüglich der Heizkosten gilt jedoch, dass dann, wenn sie nach Verbrauch abgerechnet werden, dies im Mietvertrag nicht ausdrücklich vereinbart sein muss.

Zu Unterscheidung: Nettomiete ist die Miete, die ohne die Nebenkosten zu zahlen ist. Man spricht auch oft von Kaltmiete. Die Bruttomiete wäre dann die Miete, die die Nebenkosten und Heizkosten enthält. Manchmal wird für die Nebenkosten ein Pauschalbetrag festgelegt, dann erfolgt keine jährliche Nebenkostenabrechnung. Dann hat man eine All-Inclusive-Miete. Normalerweise können dann die Nebenkosten auch nicht erhöht werden. Dies ist nur dann möglich, wenn dies zusätzlich im Mietvertrag festgelegt worden ist.

Der BGH, der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass der Vermieter bei der Berechnung und Festlegung der Betriebskosten das Gebot der Wirtschaftlichkeit beachten muss. Der Vermieter ist dem Mieter gegenüber verpflichtet, eine Erhöhung der Nebenkosten genau zu erklären und zu begründen. Wirtschaftlichkeit bedeutet für den Vermieter, dass er einn günstiges Dienstleistungsangebot verwenden muss.