Höhe der Mietminderung

Hamburger Tabelle

Um wieviel darf nun die Miete bei welchem Mangel gemindert werden? Diese Frage beantwortet in den meisten Fällen die sog. Hamburger Tabelle. Diese Mietminderungstabelle wurde vom Landgericht Hamburg aufgestellt und nach ihr richten sich die meisten Gerichte in Deutschland. Die Tabelle setzt den Wohnwert und den Mietzins ins ein Verhältnis und ermittelt dann eine Minderungsquote, aus der zu ersehen ist, wie der Wohnwert einzelner Wohnräume durch einen Mangel herabgesetzt wird und wie sich dies auf die gesamte Mietwohnung auswirkt.


Die Höhe des Minderwerts für die gesamte Wohnung ist von der durch den Mangel herbeigeführten tatsächlichen Beeinträchtigung abhängig. Das bedeutet, dass man das man den Minderwert bzw. die Minderungsquote einzelner Wohnräume nicht einfach zusammenzählen darf.

Wohnwert der Räume einer Mietwohnung nach der Hamburger Tabelle:

Wohnzimmer: 28 %
Arbeitszimmer: 20 %
Schlafzimmer: 12 %
Küche: 10 %
Bad: 10 %
Abstellraum: 7 %
Gäste-WC: 3 %
Balkon: 10 %

Beträgt nun die Miete für die Wohnung 400 Euro, so ergibt sich folgender Mietanteil:

Wohnzimmer: 112 €
Arbeitszimmer: 80 €
Schlafzimmer: 48 €
Küche: 40 €
Bad: 40 €
Abstellraum: 28 €
Gäste-WC: 12 €
Balkon: 40 €

Nun wird geschaut, welche Minderungsqoute für welchen Raum eingetreten ist. Ist etwa nur Heizung im Wohnzimmer und im Schlafzimmer betroffen, so wird auch nur für dieses Zimmer eine Minderungsqoute ermittelt und ein Minderwert ermittelt. Beträgt die Minderungsquote etwa 50 Prozent, so würde sich für das Wohnzimmer, aber auch insgesamt für die komplette Wohnung ein Minderwert von 56 Euro ergeben. Wäre noch aas Schlafzimmer mit 50 Prozent betroffen, so würde sich der gesamten Minderwert der Wohnung auf 80 Euro erhöhen. Dieser Gesamtwert wird mit der kompletten Miete in Relation gesetzt. Bei 80 Euro wäre dies ein Satz von 20 Prozent. Um diesen Betrag dürfte die Miete gemindert werden.