Berechnung der Wohnfläche

Wie berechnet man die Wohnfläche? Was zählt alles zur Grundfläche der Wohnung? Zur Wohnfläche gehört die Grundfläche von Wandschränken und sonstigem eingebautem Mobiliär, auch die von Raumteilern, die versetzt werden können, des weiteren die von Einbauherd, Ofen, Badewann oder Dusche. Schornsteine, Säulen oder Vormauerungen, die höher als 1,5 Meter sind und mehr als 0,1 qm einnehmen, werden nicht hinzugerechnet zur Wohnfläche.

Räume oder Raumteile, die nicht wenigstens 2 Meter hoch sind, aber wenigstens 1 Meter Höhe haben, werden zur Hälfte auf die Wohnfläche angerechnet. Räume und Raumteiler, die keine lichte Höhe von einem Meter erreichen, werden nicht angerechnet. Balkone, Dachgärten, Terassen oder eine Loggia wird nur zu einem Viertel bis zu einer Hälfte auf die Wohnfläche angerechnet. Schwimmbäder, unbeheizbare Wintergärten und ähnliche, nach allein Seiten umschlossene Räume werden zur Hälfte auf die Wohnfläche angerechnet.

Die tatsächliche Wohnfläche darf die im Mietvertrag festgelegte Wohnfläche um maximal zehn Prozent unterschreiten. Erst bei größeren Abweichungen ist der Mieter verpflichtet, lediglich der tatsächlichen Wohnfläche entsprechenden Mieterhöhung zuzustimmen und nicht einer Mieterhöhung, die sich lediglich auf die im Vertrag angegebene Fläche bezieht.
Weitere Konsequenz aus einer Wohnfläche, die die angegebene um mehr als 10 Prozent unterschreitet: Der Mieter kann die Miete entsprechend kürzen und zuviel gezahlte Miete vom Vermieter zurückfordern. Die Rückforderung darf allerdings noch nicht verjährt sein.