Mieterhöhung aufgrund Modernisierung

Bei Modernisierungen, die der Mieter dulden muss, hat der Vermieter das Recht, einseitig die Miete zu erhöhen.

Vergleichsmietsystem

Der Vermieter kann auf das Vergleichsmietsystem nach § 558 BGB zurückgreifen und den verbesserten Wohnwert nach der Modernisierung ins Feld führen. Erhält die Wohnung eine bessere Ausstattung, so kann der Vermieter die höhere Vergleichsmiete für Wohnungen mit entsprechender Ausstattung zugrunde legen und so die Miete erhöhen.

11 Prozent Methode

Die andere Möglichkeit des Vermieters ist es entsprechend § 559 BGB 11 Prozent des Modernisierungsaufwandes pro Jahr auf die Miete umzulegen.

Vom Modernisierungsaufwand abzuziehen sind dabei öffentliche Fördergelder, die der Vermieter für die Modernisierung erhalten hat.

Für bloße Instandhaltungsarbeiten und Instandsetzungsarbeiten darf der Vermieter ebenfalls keine Kosten ansetzen. Wenn in den Modernisierungsarbeiten auch gleichzeitig Instandsetzungen oder Instandhaltungen enthalten sind, so sind diese aus den umzulegenden Modernisierungskosten heraus zurechnen.

Ankündigung

Der Vermieter muss die beabsichtigte Mieterhöhung aufgrund der Modernisierung schon bei der Ankündigung der Modernisierungsmaßnahmen dem Mieter schriftlich mitteilen. In dieser Erklärung muss eine detaillierte Kostenberechnung enthalten sein.

Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Mieterhöhung

Die erhöhte Miete ist mit Beginn des dritten Monats nach Zugang des Erhöhungsverlangens zu zahlen.

Wenn der Vermieter dem Mieter die voraussichtliche Mieterhöhung nicht vorher mitgeteilt hat oder wenn die tatsächliche Mieterhöhung um mehr als 10 Prozent von der angekündigten Mieterhöhung abweicht, wird die erhöhte Miete erst drei Monate später zur Zahlung fällig.