Modernisierung der Wohnung durch den Mieter

Auch der Mieter darf die Mietwohnung modernisieren, altersgerecht oder behindertengerecht ausbauen. Er braucht hierfür die Zustimmung des Vermieters, die dieser in aller Regel erteilen muss, insbesondere, wenn die Modernisierung zum normalen vertragsgemäßen Gebrauch der Mietwohnung gehört.

Wird behindertengerecht ausgebaut, so kann der Vermieter bei Auszug einen Rückbau verlangen. In der Regel erfolgt eine Abwägung des Interesses der Mieters an der behindertengerechten Nutzung oder an der barrierefreien Nutzung bzw. Zugang zur Wohnung und dem Interesse des Vermieters, an der unveränderten Erhaltung der Mietsache.
Die Zustimmung des Vermieters zum Modernisierungsumbau kann dieser von einer angemessenen Sicherheit, also einer zusätzlichen Mietkaution, abhängig machen. Sie darf die Höhe haben, die erforderlich ist, einen Rückbau zu finanzieren.
Hat der Mieter beim Auszug einen Anspruch auf finanziellen Ausgleich seiner Investitionen?
Dies kommt auf die vertraglichen Vereinbarungen zwischen Mieter und Vermieter an. Aus der Zustimmung des Vermieters zu den Modernisierungsmaßnahmen kann eine solche Ausgleichspflicht des Vermieters nicht hergeleitet werden. Lediglich, wenn der Vermieter aufwendigen Investitionen des Mieters zugestimmt hat oder die Wohnung durch die Investitionen erst in einen vertragsgemäßen Zustand gebracht wurde, kann aus der Zustimmung hergeleitete werden, dass die Maßnahmen beim Auszug nicht rückgägngig gemacht werden müssen.
Nach dem Gesetz bestehen für den Mieter und Vermieter bei Ende des Mietvertrags folgende Möglichkeiten. Er kann seine Einbauten entfernen. Dies kann der Vermieter durch Zahlung einer angemessenen Entschädigung verhindern. Ist der Vermieter damit einverstanden, dass der Mieter seinen Investitionen mitnimmt, so muss der Mieter den alten Zustand wieder herstellen.