Instandhaltung der Wohnung

Die Wohnung soll und muss im Laufe der Mietzeit instand gehalten werden. Das ist klar. Eine Instandhaltung ist von einer Modernisierung zu unterscheiden.

Wer die Kosten für die Instandhaltung der Wohnung trägt, ergibt sich aus dem Mietrecht des BGB und dem Mietvertrag.
Als Mieter muss man die Maßnahmen zur Instandhaltung und Instandsetzung dulden. Hierzu gehören alle Arbeiten, die den im Mietvertrag festgelegten Zustand der Wohnung erhalten bzw. Schäden vorbeugen. Die notwendigen Maßnahmen muss der Vermieter veranlassen und auch bezahlen. Das bedeutet, dass der Vermieter auch nach einer umfangreichen Instandhaltungsmaßnahme bzw. Reparatur die Mieter nicht erhöhen darf.
Beispiele für Instandhaltungsarbeiten sind etwa das Streichen von Fenstern oder Türen, generell, wenn Schäden an der Bausubstanz oder Baumängel beseitigt werden.
Handelt es sich um Bagatell-Reparaturen, kann der Mieter hieran beteiligt werden, wenn dies im Mietvertrag so vergesehen ist. So kann vereinbart werden, dass der Mieter Bagatell-Schäden bis zu 100 Euro übernehmen muss. Das kann jedoch nicht auf Schäden ausgedehnt werden, deren Beseitigung teuerer ist, auch nicht bis zur 100 Euro Grenze. Bei Teilen der Mietwohnung, die der Mieter häufig gebraucht, also etwa Fenstergriffe, Rolladenbänder, Türklinken oder Lichtschalter, und die durch die häufige Nutzung kaputt gehen, kann der Vermieter Zahlung vom Mieter verlangen, wenn dies im Mietvertrag festgelegt wurde und eine Höchsgrenze bis zu 10 Prozent der Jahresmiete vereinbart wurde.
Angemessene Schönheitsreparaturen soweit sie durch tatsächliche Abnutzung entstanden sind, muss der Mieter zahlen.