Bohren - Hämmern

Wird bei der baulichen Veränderung nicht in die Substanz der Mietwohnung eingegriffen, so kann der Mieter sie ohne Einwilligung des Vermieters durchführen. Das geht immer dann, wenn die Mietwohnung lur geringfügig betroffen wird, die Veränderung leicht rückgängig gemacht werden kann und die Nachbarn nicht in größerem Maß gestört werden.

Was dürfen Mieter?
Kein Problem tritt auf, wenn ein Nagel in die Wand geschlagen werden soll. Auch dürfen Löcher gebort werden. Das jedoch nur um normalen Rahmen. Man darf beim Bohren auch in Fliesen hineinbohren. Es liegt dann beim Vermieter, die beschädigten Fliesen zu ersetzen. Aber wie gesagt, es muss sich im Rahmen des üblichen handeln. Ist der Mieter verpflichtet, die Schönheitsreparaturen durchzuführen, so muss er die Löcher bei Auszug wieder verschließen.
Mieter dürfen auch Teppichboden verlegen, Wachbecken anbringen, einen Türspion installieren oder auch eine Einbauküche aufstellen.
Der Vermieter kann nach Beendigung des Mietverhältnisses den Rückbau vom Mieter verlangen.
Hat der Vermieter Einbauten vorgenommen, kann der Vermieter keinen Rückbau verlangen, wenn der der Wohnwert dauerhaft verbessert wurde oder aber der Nachmieter die Einbauten übernimmt. Gleiches gilt, wenn sie vorgenommen werden mussten, um die Wohnung mangelfrei und vertragsgemäß zu bekommen.
Grundsätzlich ist der Vermieter nicht zu einer Entschädigung des Mieters für die Einbauten verpflichtet, es sei denn sie haben die Wohnung mangelfrei gemacht oder den Wohnwert dauerhaft gesteigert. Die Höhe der Entschädigung bemißt sich nach der erfolgten Steigerung des Mietwertes.