Kündigung

Ein auf unbestimmte Zeit eingegangenes Mietverhältnis endet durch Kündigung. Es kommt sowohl eine fristgerechte als auch eine fristlose Kündigung in Betracht. Befristet Mietverhältnisse enden automatisch mit Fristablauf. Bei ihnen kommt nur eine fristlose Kündigung in Frage. Erforderlich sind für den Vermieter ein Kündigungsgrund und ein Kündigungsschreiben.

Bei der Kündigung des Mietvertrages muss also differenziert werden. Zum einen gelten unterschiedliche Regelungen bei der Kündigung durch den Vermieter und der Kündigung durch den Mieter. Zum anderen muss bei der Kündigung auf den Kündigungsgrund geschaut werden. Einen solchen muss grundsätzlich nur der Vermieter für seine ordentliche Kündigung haben, nicht der Mieter. Der Mieter braucht ihn nur, wenn er die Kündigungsfristen nicht einhalten, sich also auf einen wichtigen Grund brufen will.

Kündigung aus wichtigem Grund

Geregelt ist die Kündigung aus wichtigem Grund in § 543 Abs. 1 BGB. Danach liegt ein wichtiger Grund vor, wenn dem Kündigenden (Mieter oder Vermieter) die Fortsetzung des Mietverhältnisses bis zum Ablauf der normalen Kündigungsfrist oder bis zur sonstigen Beendigung des Mietverhältnisses nicht mehr zumutbar ist. Hierbei sind alle Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, insbesondere ein Verschulden der Vertragsparteien. Es hat eine Abwägung der widerstreitenden Interessen von Mieter und Vermieter zu erfolgen.