Welche Angaben darf ein Vermieter in einer Mieterselbstauskunft verlangen?

    • Hallo Marcel,

      zunächst einmal ist es so, dass du ja nicht verpflichtet bist, dem Vermieter, besser gesagt, dem potentiellen Vermieter, Fragen zu beantworten und Auskunft über dich zu erteilen. Klar, das Problem liegt auf der Hand: machst du es nicht, bekommst du die Wohnung nicht.
      Die Frage ist also, muss man bei so einer Selbstauskunft die Wahrheit sagen, oder darf man "ungeschoren" falschen Angaben machen. Ungeschoren heißt dabei: ohne Auswirkungen auf die Wirksamkeit des zukünftigen Mietvertrages, den man dann aufgrund seiner falschen Angaben erhält.

      In der Rechtsprechung wurde entschieden, dass man bei zentralen Themen nicht Lügen darf. Das gilt beispielsweise für die Frage nach Gehalt und dem Arbeitgeber, aber auch bei der Frage, wer in die Wohnung einzieht. Falsche Angaben darf man ebenfalls nicht machen bei Einkommenspfändungen und Mietschulden.

      Auf Fragen, die Nebensächlichkeiten betreffen, kann man hingegen antworten, was man will. Macht man hier falsche Angaben, so liefert man keinen Kündigungsgrund.

      Viele Grüße,

      Heidrun
    • Gast schrieb:

      Hallo liebes Mietrechtforum,

      meine Frage: der Vermieter will von mir wissen, was er verdiene, ob ich schon mal arbeitslos war oder eine eidesstattliche Versicherung abgegeben habe. Ist das erlaubt?

      Vielen Dank für eure Tipps,

      Marcel
      Der Vermieter darf alles Mögliche abfragen, Du musst es allerdings nicht beantworten, bzw. müssen Deine Antworten nicht unbedingt wahrheitsgemäß sein. Nur über Deine finanziellen Verhältnisse sollten Deine Angaben korrekt sein, anderfalls hätte der VM bei Kenntnisnahme diesbezüglich falscher Angaben das Recht den MV anzufechten, was zur Kündigung führen kann.

      Ein Mieter muss auch nicht unbedingt eine Mieterselbstauskunft auszufüllen, mit der Konsequenz, dass er die Wohnung nicht bekommt.

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