Zustimmung zur Erhöhung der Miete

    • Zustimmung zur Erhöhung der Miete

      Hallo euch allen!
      Neulich habe ich von meiner Hausverwaltung ein Schreiben erhalten, in dem ich aufgefordert werde, eine Zustimmungserklärung zur Mieterhöhung zu unterschreiben.
      Bevor ich unterschreibe, möchte ich gerne nachprüfen, ob die Erhöhung legitim ist.
      Vorweg möchte ich fragen, ob es eine Rolle spielt, dass ich keinen Staffelmietevertrag haben und zwar, ob eine Mieterhöhung trotzdem legitim ist. Ich kenne in diesem Bereich nicht gut aus. Als Laie dachte ich, dass wenn man keinen Staffelmiete hat, dürfen nur die Betriebskosten erhöht werden aber nicht die Miete selbst, obwohl ich mir schon vorstellen kann, dass wenn der Mietspiegel sich ändert, ist eine Erhöhung legitim, obwohl man keinen Staffelmietevertrag hat. Ich bitte die Experten diesbezüglich zu bestätigen, ob das richtig ist.
      Es wird eine Erhöhung um 15% erwartet mit der Begründung, dass der Mietzins für meine Wohnung seit dem 07.12.2000 unverändert ist. Die Hausverwaltung bezieht sich auf die derzeit gültige Berliner Mietspiegeltabelle 2017.
      An der Stelle möchte ich einige Details klären.
      Zunächst frage ich mich, anhand welcher Kriterien die Wohnlage bestimmen wird. Laut der Hausverwaltung entspricht meine Wohnung der Wohnlage "Mittel".
      Wie kann ich es nachprüfen, ob das überhaupt stimmt?
      Erwähnenswert ist die Tatsache, dass in meiner Wohnung immer noch nur Ofenheizungen gibt. Daher frage ich mich, ob die Zuordnung richtig ist. Auf Grund der Sache, dass ich keine Heizung habe, sollte meine Wohnung doch der Wohnlage "Einfach" zugeordnet, oder?

      Auf der Mietspiegeltabelle liest man folgendes:

      Für Altbauwohnungen (bezugsfertig 1918 und 1919 bis 1949) ohne Sammelheizung, ohne Bad, mit WC in der Wohnung (IWC) liegt die ortsübliche Vergleichsmiete je Quadratmeter Wohnfläche monatlich 0,87 Euro unter den Beträgen der ausgewiesenen Spalte 1 für Bezugsfertigkeit bis 1918 bzw. der ausgewiesenen Spalte 2 für Bezugsfertigkeit 1919 bis 1949.

      Ich weiß nun nicht, ob ich das richtig verstanden habe, aber heißt das nicht, dass man aus dem Grundpreis (laut Mietspiegeltabelle) meiner Wohnung 0,87 Euro je Quadrameter wegen der Ofenheizung abziehen soll?

      http://www.stadtentwicklung.be…ietspiegeltabelle2017.pdf

      Außerdem, auch laut dem Straßenverzeichnis zum Berliner Mitspiegel entspricht meine Straße der Wohnlage "Einfach" und nicht "Mittel".
      Darüber hinaus, weichen die von der Hausverwaltung eingegebenen Spannwerte von denen ab, die auf der Mietspiegeltabelle ersichtlich sind.
      Die Hausverwaltung gibt folgende Werte ein:

      Unterer Spanwert= 5.44 EUR
      Mittelwert= 7,45 EUR
      Oberer Spannenwert= 10,00 EUR

      Die eigentliche Werte auf der Mietspiegeltabelle sehen aber anders aus:

      http://www.stadtentwicklung.be…ietspiegeltabelle2017.pdf


      Was sagt ihr, wie soll ich nun am besten handeln?
      Danke im Voraus für eure Hilfe
      Viele Grüße
    • Hallo,

      bei einem Staffelmietvertrag wäre ein separates Mieterhöhungsverlangen nicht zulässig, da sich die Miete ja automatisch erhöht. Das Prozedere der normalen Mieterhöhung durch Mieterhöhungsverlangen und Zustimmung gilt für die normalen unbefristeten Mietverträge.

      Hinsichtlich der Einordnung deiner Wohnung würde ich mir dies von der Hauverwaltung erklären lassen.

      Ist die Erklärung nicht einsichtig, so würde ich nicht unterschreiben.

      Gruss,

      Camilla

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