Haustier ( Hund ) verboten!!

    • Haustier ( Hund ) verboten!!

      Hallo,
      bei uns ergibt sich deshalb folgende Situation und ich wüsste gerne ob der Vermieter das alles so handhaben darf bzw. ob ich als Mieter das alles so hinnehmen muss;

      Wir sind zum 01.03.16 in unsre Wohnung eingezogen und haben VOR Vertragsbeginn mit dem Vermieter über eine Hundehaltung gesprochen (Vermieter wohnt im selben Haus), zu diesem Zeitpunkt wurde sie mündlich gestattet, wir sollten lediglich Bescheid geben BEVOR der Hund einzieht.
      Im Mietvertrag steht: "Haustierhaltung ist nach vorheriger Absprache mit dem Vermieter gestattet. Wir haben uns dann auf die Suche nach einem potentiellen Hund gemacht und wurden fündig (Labrador/Golden Retrieber Mix). Der Vermieter war einverstanden und wollte lediglich seiner Frau Bescheid geben, dass demnächst ein Hund einzieht.
      Nach ca. 2 Wochen wurden wir vom Vermieter & seiner Gattin angesprochen, uns wurde mitgeteilt, dass Sie keinen Hund im Haus möchte (Begründung; Sie möchte keine Hundehaare im Treppenhaus und deren Hund wäre letztes Jahr verstorben).
      Gestern läuft im Garten plötzlich ein Hund (Bulldogge) herum und der Vermieter erzählt, dass es sich dabei um seinen eigenen Hund handelt.

      Nun nochmal zu meiner Frage: Darf er uns einen Hund verbieten und sich ca. zeitgleich selbst einen Hund anschaffen? Müssen wir das hinnehmen?

      Vielen Dank im voraus :)
    • Hallo,
      wenn beim Abschluss es Mietvertrages Hundehaltung zugesagt ist und der Mietvertrag dies zudem erlaubt, dann muss der Vermieter das gestatten. Vorherige Absprache bedeutet nur, dass er informiert werden muss. Er kann dann Gründe anführen, die dagegen sprechen. Die Gründe, die er anführt, sind aber nicht stichhaltig, da Hundehaare doch wohl weggesaugt werden können. Dass Hund gestorben ist, ist überhaupt kein Argument.
      Fazit: Hund darf angeschafft werden.
      Gruss
      Max
    • Haustierhaltung darf nicht pauschal verboten werden

      Hallo,
      es gibt ein aktuelles Urteil des Amtsgerichts Köln zu Klauseln, die Haustierhaltung im Mietvertrag pauschal regeln bzw. verbieten:


      Vermieter dürfen die Tierhaltung in der Wohnung nicht pauschal verbieten. Eine Klausel im Mietvertrag, nach der bestimmte Tierarten nicht oder nur mit Genehmigung des Vermieters gehalten werden dürfen, ist unwirksam.Jedenfalls ist sie das nach Ansicht des Amtsgerichts Köln. Ein entsprechendes Urteil fällte das Amtsgericht unter dem Az. 210 C 26/15. Diese Entscheidung wurde im Januar 2017 bekannt. Die Vertragsbedingung benachteilige den Mieter unangemessen.

      Der zur Entscheidung stehende Mietvertrag enthielt eine Vertragsklausel, die für Tierhaltung die Zustimmung des Vermieters verlangte. Ausgenommen hiervon waren nur Kanarienvögel, Wellensittiche, Schildkröten oder Fische. Hunde, Katzen, Mäuse, Kaninchen oder Frettchen durften generell nicht in den Mieträumen gehalten werden.Der Vermieter hatte die Mieterin schon bei der Wohnungsbesichtigung auf diese Vorschrift im Mietvertrag hingewiesen.Dennoch nahm die Mieterin später einen Hund in die Mietwohnung auf. Hiergegen klagte die Vermieterin.


      Das Amtsgericht Köln begründete seine Entscheidung wie folgt:Die Klausel im Mietvertrag ist unwirksam, weil sie durch das Verbot der Hundehaltung den Mieter unangemessen benachteilige. Außerdem sei die Klausel unpräzise formuliert. Aus ihr ist nicht ersichtlich, so das AG, ob eine Genehmigung für die Hundehaltung überhaupt zu erhalten ist.

      Die Mieterin ist laut Amtsgericht Köln auch nicht verpflichtet, den Vermieter über eine beabsichtigte Hundehaltung zu informieren. Die Wohnung ist im konkreten Fall groß genug für einen Hund. Von dem Tier gehen auch keine Störungen aus, so das Urteil.

      Hört sich doch gut an, oder? :thumbsup:

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