Kündigung eines mündlichen Mietvertrags

    • Kündigung eines mündlichen Mietvertrags

      Hallo miteinander!

      Mein Mitbewohner (Hauptmieter) hat unser Wohnverhältnis grundlos gekündigt. Er hat mir aber zugesichert, dass ich so lange in der Wohnung bleiben dürfte, bis ich etwas Vernünftiges gefunden hätte. Durch einen glücklichen Zufall habe ich bereits eine Woche später eine Wohnung gefunden und möchte nun zum 16. April ausziehen. Mein Mitbewohner hat nun einen Nachmieter gefunden, der erst zum 1.05.2018 einziehen kann. Nun erwartet mein Mitbewohner von mir die Miete bis zum 1.5.2018 und sämtliche Schönheitsreparaturen. Unser Mietvertrag wurde mündlich geschlossen. Von Schönheitsreparaturen war allerdings zu Beginn des Mietverhältnisses keine Rede.

      Hat er ein Recht darauf, die Miete bis zum 1.5.2018 und Schönheitsreparaturen zu fordern?

      Bitte um Hilfe

      Liebe Grüße

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    • Hi,
      nun, ein Mietvertrag kann mündlich geschlossen werden. Eine Kündigung muss aber schriftlich geschehen. Hat den Vermieter schriftlich gekündigt?
      Da du allerdings mit der "Kündigung" einverstanden warst, dürfte ein Aufhebungsvertrag vorliegen. Der hat den Inhalt, dass du so lange wohnen bleiben darfst, nicht musst, bist du eine neue Wohnung gefunden hast. Also kann dein Vermieter nicht Miete bis zum 1.5. verlangen.
      Das Problem hat dein Vermieter. Er muss in einem Rechtsstreit beweisen, wie die Vereinbarung lautetet. Kann er wahrscheinlich nicht. Also, zieh aus, zahl keine Miete bis zum 1.5. und warte ab....

      Viele Grüße
    • Gemäß der Regelungen des Gesetzgebers sind grundsätzlich Vermieter zur Durchführung von Schönheitsreparaturen an der Mietsache zuständig. Sie (die VM) müssen dafür Sorge tragen, dass die Mietsache erhalten bleibt.
      Dies ist i.d.R. so bei mündlichen Mietverträgen, der M braucht nicht renovieren, es sei denn die Wohnung wurde beschädigt.

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