unerlaubte Untervermietung über Airbnb

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    • unerlaubte Untervermietung über Airbnb

      Hallo,
      ich bräuchte dringend Eure Hilfe...
      Ich habe für zwei Wochen meine Wohnung über Airbnb untervermietet mir aber jedoch keine Genehmigung vom Vermieter eingeholt. Jetzt habe ich eine Abmahnung von meinem Vermieter bekommen, dass er in Erfahrung gebracht hat, dass ich die Wohnung an Dritte weitervermietet habe und ich ihm die vollständigen Namen der Vertragsparteien der Untermietverhältnisse und den gesamten Umfang der Weitervermietung bekannt geben soll. Sowie das der Sachverhalt an die Stadt weitergegeben wurde und den Erlass eines Bußgeldes vorbereitet wird.

      Ich weiss jetzt nicht was ich machen soll und auf was ich mich da jetzt gefasst machen muss. Ich habe mich zwar schon im Internet erkundigt, aber es ist schwer rauszufinden ob es tatsächlich stimmt. Könnte mir bitte jemand helfen ob es stimmt was ich herausgefunden habe?
      Zum ersten, der Vermieter kann mein Mietvertrag auflösen wenn ich die Untervermietung nicht einstelle.
      zweitens, er kann die "zusätzliche" Miete die ich erhalten habe nicht einfordern - Aber kann er einen Schadensersatz fordern?
      drittens, wegen dem Bußgeld der Stadt, habe ich gelesen, dass diese nur fällig wird wenn man die Wohnung länger als 6 Wochen im Jahr Untervermietet hat - oder gilt das nur wenn ich die Einverständnis vom Vermieter gehabt hätte?

      Sorry, das ist jetzt ziemlich lang geworden und ich weiss selber das es ziemlich blöd war die Wohnung ohne die Erlaubnis vom Vermieter unterzuvermieten aber ich hoffe das Ihr mir helft. Bin ziemlich Ratlos und auch etwas in Panik.

      Schöne Grüße,
      Stephie
    • Hallo,
      richtig, für eine Untervermietung benötigt man die Erlaubnis des Vermieters, die dieser aber nur aus wichtigem Grund verwehren kann.
      Der Vermieter kann den Mietvertrag nicht kündigen, dich aber abmahnen. Du kannst vom Vermieter das Einverständnis zur Untervermietung verlangen, musst es notfalls einklagen, wenn er sich weigert.
      Schadenersatz kann der Vermieter fordern, wenn ein Schaden besteht. Den muss er nachweisen. Allerdings fallen während dere Zeit der Untervermietung höhere Nebenkosten an. Dass kann der Vermieter in der NK-Abrechnung berücksichtigen.
      Gruß
      Peter
    • Unter Umständen kann bei "unerlaubter Überlassung der Mietsache" gekündigt werden. Allerdings kommt es wohl auch auf die Umstände an

      In dem beschriebenen Fall ist es vermutlich noch nicht der Fall.

      Die Städte haben unterschiedliche Regelungen, deshalb ist das schwierig die Frage zu beantworten ohne zu wissen wo du wohnst.
    • Hallo,

      vielen Dank für die Antworten!
      Ich habe jetzt selber gleich bei der Stadt angerufen und ein Bußgeld muss ich nicht zahlen weil ich nur 15 Tage Untervermietet habe. Bußgeld muss man erst zahlen wenn man länger als 6 Wochen im Jahr untervermietet hat. Also hab ich da zumindest nichts zu befürchten.

      Meinem Vermieter habe ich geantwortet und die Angaben über die Untervermietung geschickt. Jetzt muss ich wohl abwarten, ob und wenn ja was von ihm kommt.

      Viele Grüße,
      Stephie
    • Hallo,
      ich hab noch mal im Mietrecht geblättert und eine Entscheidung des BHG gefunden, also ein Urteil vom 8. Januar 2014 unter dem Az VIII ZR 210/13.
      Da ging es um eine Untervermietung an Touristen. Und genau das ist die Vermietung über Airbnb. Eine normale Erlaubnis zur Untervermietung reicht in diesem Fall nicht aus. Es ist eine gesonderte Erlaubnis zur Touristenvermietung erforderlich, so der BGH, also der Bundesgerichtshof. Fehlt diese, kann der Vermieter unter Umständen fristlos kündigen.
      Wenn man die Wohnung ohne Erlaubnis vermietet hat, darf der Vermieter zwar Kündigen, muss aber zuvor eine Abmahung aussprechen. Macht er das, muss man die Wohnung aus dem Airbnb Verzeichnis entfernen. Vermietet man trotz Abmahnung, so greift die fristlose Kündigung durch.
      Also: man ist auf den Good-Will des Vermieters angewiesen, will man bei Airbnb vermieten.

      Viele Grüße

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