Schäden durch Rollstuhlfahrer

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    • Schäden durch Rollstuhlfahrer

      Mieter ist Rollstuhlfahrer.
      Im Laufe der letzten Jahre wurden durch die Nutzung eines Elektrorollstuhles massive Schäden verursacht an Wänden und insbesondere an Türen und Türzargen.
      Die Wohnung ist nicht als rollstuhlgerecht ausgewiesen.
      Der Vermieter ist von der Nutzung eines "normalen" Rollstuhles ausgegangen, der E-Rollstuhl kam erst nachträglich dazu.
      Die Nutzung dessen wurde nur für draussen zugesichert. Eine gesundheitliche Verschlechterung liegt nicht vor.
      Folgende Fragen hätte ich: Übernimmt die Haftpflichtversicherung die Schäden?
      Muss die Nutzung des E-Rollstuhles in der Wohnung durch den Mieter bei seiner HP-Versicherung gemeldet werden?
      Müssen Schäden während der Mietlaufzeit behoben werden oder nur zum Abschluß des Mietverhältnisses?
      Mieter bezieht Leistungen vom Amt, falls das wichtig ist, ggf. übernimmt das Amt das?

      Ich bin im übrigen nicht der Vermieter und auch nicht der Mieter.
    • Hallo Du,

      also, die Frage lautet, ob der Mieter dem Vermieter die Schäden ersetzen muss. Die Antwort: Ein Mieter muss alle Schäden ersetzen. Keine Schäden sind die normale Abnutzung, die im vertragsgemäßen Gebrauch der Mietwohnung liegt. In deinem Fall muss der Mieter die Schäden an Zargen usw, wenn er sie durch den Rollstuhl verursacht hat, zahlen. Der Anspruch richtet sich gegen den Mieter. Ober der Mieter nun den Schaden seiner Haftpflichtversicherung meldet, ist einzig und allein seine Sache. Wird er wohl machen, wenn er nicht selbst zahlen will und - wenn die Haftpflichtversicherung Schäden abdeckt, die in einer Mietwohnung verursacht worden sind. Das ist nicht bei allen Haftpflichtversicherungen der Fall.

      Das Amt ist keine Versicherer. Es übernimmt auf keinen Fall Schadensersatzansprüche des Vermieters. Dafür kann er ja eine Mietkaution zu Vertragsbeginn fordern. Wenn der Mieter also nicht zahlen kann und eine Versicherung nicht vorhanden ist oder nicht einspringt, dann bleibt der Vermieter auf dem Schaden sitzen. Ein Kündigungsgrund ist ein solcher Schaden jedenfalls nicht.

      Gruss

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